Liza Cody: Gimme more
So, jetzt bin ich durch mit Liza Codys Buch. Gimme more wäre dabei so ungefähr das Letzte, das mir dazu einfallen würde. Genauer gesagt bin ich froh, dass ich es endlich weglegen kann. Warum ich mich da überhaupt durchgezwungen habe? Weil ich Optimist bin! Eigentlich erwarte ich auch gar nicht so viel von einem Buch, aber entweder eine schöne Sprache oder eine gute Geschichte sollte es schon mindestens haben. Gimme more hat eine grauenhafte Sprache, sie soll wohl Londoner Mundart sein oder Musik-Szenen-Slang – Brrrrr! Oder ist das das, was man so Popliteratur nennt? Es klingt ungefähr so, wie sich Erwachsene vorstellen, dass Jugendliche sprechen. Und die Hauptfigur ist ungefähr so beschrieben, wie sich eine verhuschte Hausfrau eine “total abgefahrene” Rockerbraut eben vorstellen würde. Das bringt einen dazu, so oft mit den Augen zu rollen, dass man an sich dabei sogar an der Supermarktkasse ertappt, während man die klein aufgedruckten Slogans auf den Familienpacks des vor-einem-Stehenden liest. Fazit: Sorry, aber das sollte man sich nicht antun müssen.
Liza Cody, Gimme more, 373 Seiten, Unionsverlag

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