Rezensorium • Bücherblog

Juliet Hall: Eine letzte Spur

Posted in Krimis by Mirl on April 18, 2011

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Ist Juliet Hall eine Schwester von Charlotte Link? Das soll jetzt aber keine Kritik sein, ich mag Charlotte Link. Sie ist ein bisschen tantenhaft, aber ihre Psychopathen sind so grausam realistisch, dass man sich immer fragen muss, wann die eigenen Bekannten die Maske fallen lassen. Ich finde das so gruselig, dass ich nicht aufhören kann, zu lesen. Alle Anfangsmätzchen der Bösewichte hat man selber schon erlebt. Bei Juliet Hall ist das ganze nicht so spannend und zwingend aufgebaut. Die Protagonisten sind eher wie Daily Soap-Darsteller gestaltet, also mehr eine Parodie des echten Lebens als das echte Leben. Das Buch würde ich meiner Oma leihen und sie würde sagen: “Mensch, stell dir vor was der dann noch gemacht hat, der Saubär! Diese jungen Leut!” und sie wäre glücklich.

Zur Geschichte: Mariannes Ehemann verschwindet während eines Italienurlaubs, als sie gerade hochschwanger ist. Sieben Jahre wartet sie, dann schockiert sie der Heiratsantrag ihres langjährigen Freundes so, dass sie jetzt die Wahrheit herausfinden muss. Nebenschauplätze: Mutter Penelope und Großmutter Iris, jeweils mit ihrer großen Liebe, die sich schon früh verabschiedet hat. Penelope und Iris sind too much, aber aus Mariannes Geschichte hätte man was machen können. Die Auflösung ist mau.

Juliet Hall: Eine letzte Spur, Lübbe Verlag, 445 Seiten

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