Luigi Malerba: Die Schlange
Seit ich das Buch “Die Schlange” gelesen habe, hat Luigi Malerba bei mir einen Stein im Brett. Den konnten auch noch so viele mittelmäßige Bücher, die ich – immer in der Hoffnung, einen weiteren solchen Schatz zu finden – danach noch von ihm gelesen habe, wieder herausschlagen. Wie er den Protagonisten von “Die Schlange” beschreibt, einen Mann, der in den Baugruben Roms nach Marmorstückchen sucht, wie er seine Gedanken darstellt, das ist einfach köstlich. Bitte achtet auf die Stelle mit dem Gesang! Da geht es um meine Lieblings-Erfindung – vielleicht die sinnvollste Erfindung überhaupt! – und ich muss jedesmal wieder lachen, wenn ich nur daran denke. Komischerweise finden meine italienischen Freunde, denen ich das Buch natürlich aufgeschwatzt habe, gar nicht so witzig. Hmmm – ob das daran liegt, dass sie das Buch im Original lesen? Vielleicht ist ja gar nicht Luigi Malerba so lustig, sondern der Übersetzer? Vielleicht sollte ich nach weiteren Büchern von IHM suchen, bzw. nach welchen, die er übersetzt hat… Egal. Das Buch in der Ausgabe vom Wagenbach Verlag ist einfach perfekt – Bitte lesen!
Charlotte Brontë: Jane Eyre
Jane Eyre ist ein absolut wundervolles Buch über die Liebe. Durch seine starke und unkonventionelle Geschichte birgt es auch für den Leser von heute jede Menge Weisheit in sich. Zwei Menschen, die sich lieben und deren Zeit doch noch nicht gekommen ist… Bitte kein übliches “die zwei die sich lieben und harmonisch bis an ihr Lebensende zusammen sind”-Buch erwarten. Es ist ein Buch über die Liebe, über die Beziehung zweier starker Menschen, die sehr verschieden sind. Ein Buch darüber, dass das Leben nicht immer eitel Sonnenschein sein muss und trotzdem in Ordnung ist. Füher oder später jedenfalls. Achtung: Am Besten mit Tee und viel, viel Taschentüchern zu hause einsperren und in einem Rutsch durchlesen. Danach fühlt man sich nicht unbedingt gut, aber man hatte eine Erleuchtung und ist ein Stück weiser geworden. Fazit: Danke, Miss Brontë!

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